Raufußhühnersind Relikte der Eiszeit. Als Bioindikatoren und umbrella species (Schirmarten) erfüllen sie grundlegende Funktionen für den Schutz der alpinen Biodiversität. Gleichzeitig sind sie auch aus jagdlicher Sicht von besonderem Interesse. Klimawandel, Lebensraumverlust und die Zunahme von Prädatoren wirken sich – neben weiteren Faktoren – negativ auf die Bestände aus. In diesem Vortrag werden die ethischen Fragen reflektiert, die sich aus unserem Umgang mit den Raufußhühnern ergeben, sowie mögliche Maßnahmen zu ihrer Erhaltung diskutiert. Dabei werden sowohl anthropozentrische als auch physiozentrische Argumentationsstrategien zugunsten des Schutzes dieser Vogelarten erörtert. Gleichzeitig wird die aktuelle Praxis kritisch hinterfragt.
Markus Moling, Professor für Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen. Sein besonderes Interesse gilt der Umweltethik, der Ethik von Wildtieren, der Ethik der Jagd, sowie der Beziehung Mensch und Natur. Zudem ist er an den Erhebungen zu Tetraoniden in der Provinz Bozen beteiligt.
Vortrag in Zusammenarbeit mit EURAC und der Platform Biodiversität Südtirol – Conferenza in collaborazione con EURAC e Piattaforma biodiveristà Alto Adige
Info: Tel. 0471 412964
Di – So, 10:00 – 18:00 Uhr / mar – dom, ore 10:00 – 18:00
