Die Erfindung des Geschlechts war ein Riesencoup der Evolution. Wer sich sexuell fortpflanzt – und das sind beileibe nicht Alle, die Mehrzahl aller Lebewesen hat kein Geschlecht – hat in Sachen genetische Vielfalt die Nase meilenweit vorn. Dabei gibt es im Tierreich fast nichts, was es nicht gibt: Binäre Geschlechter, Transex, Intersex, Zwittertum… Ismeni Walter nimmt die Zuhörenden mit ins „Queer-Reich“, wo menschliche Vorstellungen von dem, was „normal“ oder „schicklich“ ist, keine Bedeutung haben. Dort treffen sie zum Beispiel transsexuelle Anemonenfische und schwangere Seepferdchenmänner, promiskuitive Delfine, Vögel und Fische mit drei und mehr Gendern, oder Intersex-Hausschweine. Die Liste ließe sich endlos fortführen und reicht vom Plattwurm bis zum Menschenaffen. Die zentrale Botschaft lautet: was sich in der Natur etabliert, hat auch seinen Sinn- egal was der Mensch davon hält.
Ein Vortrag von der Umweltjournalistin und Biologin Ismeni Walter.
Info: Tel. 0471 412964
Di – So, 10:00 – 18:00 Uhr / mar – dom, ore 10:00 – 18:00