Queere Perspektiven auf die Natur: Fotoausstellung im Naturmuseum

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19. März

Die Ausstellung „Queer Nature Photography Awards“ im Naturmuseum Südtirol zeigt bis Ende Juni anhand preisgekrönter Fotos die Vielfalt von Natur und hinterfragt Vorstellungen von Geschlecht und Normalität. Sie verbindet Biodiversität mit gesellschaftlicher Diversität und ist anschließend auch im Planetarium Südtirol zu sehen.

„Was wir als „natürlich“ betrachten, ist oft vielfältiger, als wir denken“, fasst David Gruber, Direktor des Naturmuseum Südtirol den Grundgedanken der neuen Ausstellung zusammen. Sie verknüpft Biodiversität und gesellschaftliche Vielfalt miteinander und ist von Mittwoch, 25. März bis 30. Juni im Durchgangsbereich zwischen dem ersten und zweiten Stock des Naturmuseum Südtirol, anschließend vom 1. Juli bis 31. August im Planetarium Südtirol in Gummer zu sehen.

 

Die international kuratierte Schau vereint zehn preisgekrönte Fotografien von acht Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt. Die Arbeiten zeigen, wie vielfältig Verhaltensweisen, Fortpflanzungsstrategien und soziale Beziehungen im Tierreich sein können: von langfristigen Partnerschaften unter Delfinen über gleichgeschlechtliche Interaktionen bei Säugetieren bis hin zu flexiblen Geschlechterrollen bei wirbellosen Tieren.

 

Damit macht die Ausstellung sichtbar, dass Vielfalt kein Ausnahmefall, sondern ein grundlegendes Prinzip der Natur ist. Gleichzeitig eröffnet sie einen Zugang zu Fragen, die auch gesellschaftlich relevant sind: Wie entstehen Normen? Was gilt als „natürlich“? Und wie gehen wir mit Vielfalt um?

 

„Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zu einer offenen, inklusiven Gesellschaft. Sie zeigt, dass Natur keine starren Kategorien kennt und lädt dazu ein, Vielfalt als Bereicherung wahrzunehmen – sowohl im ökologischen als auch im sozialen Kontext.“, so Gruber.

 

Initiiert wurden die Awards von der gemeinnützigen Narwhal Rainbow Alliance, die sich für den Schutz der Biodiversität und für gesellschaftliche Diversität engagiert. Mit dem Projekt möchte die Organisation die oft übersehene Verbindung zwischen queeren Perspektiven und Naturbeobachtung stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.

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