Gezeigt wird die geologische Entwicklung von vier typischen Landschaften.

Geologie in Südtirol

Im ersten Teil der Ausstellung wird die geologische Entwicklung von vier typischen Landschaften Südtirols vermittelt.

Spuren aus über 300 Mio. Jahren Erdgeschichte zeugen von der vielfältigen Entwicklung unserer Landschaft. Dabei waren Vulkane und Südseeriffe ebenso maßgeblich beteiligt wie die gewaltigen Kräfte der Alpenfaltung. Zuletzt wirkte die Eiszeit: Gletscher gaben Südtirol den letzten Schliff.

 

Bozner Quarzprophyr

Vulkanismus in Südtirol? Ja sicher, aber vor über 275 Mio. Jahren! Mächtige Lavaergüsse traten damals an die Erdoberfläche und bedecken heute ein Areal von etwa 2500 km2 im Zentrum Südtirols.
Infolge der Verwitterung der damals noch jungen Vulkanlandschaft kam es zur Bildung von Sedimenten. Es entstand der Grödner Sandstein, der zum Beispiel in der Bletterbachschlucht in einzigartiger Weise aufgeschlossen ist.

 

Ostalpen

In den Ostalpen sind fast ausschließlich metamorphe Gesteine vorhanden. Ihre Entstehung geht auf die Alpenfaltung zurück und zeugt vom starken Druck und hohen Temperaturen im Untergrund während der Gebirgsbildung.
Der Zusammenstoß der beiden Kontinente Eurasien und Afrika verursachte die Quetschungen. Für Mineraliensammler von Interesse: die zahlreichen Klüfte mit den herrlichen Vorkommen an Bergkristall, Periklin, Rutil, Adular, Sphen und vielen anderen Mineralien.

 

Täler

Täler bilden die einzigen wirklich ebenen Landschaften in Südtirol. Sie stellen mit Gesteinsschutt verfüllte Abflussrinnen der Gebirge dar und sind vergleichsweise späte geologische Bildungen. Erst die Eiszeitgletscher, die sich vor etwa 12.000 Jahren aus den Tälern zurückzogen, lieferten genügend Schutt, um die tief ausgeschürften Einschnitte ins Gebirge teilweise aufzufüllen. In Hanglagen, wie am Ritten, entstehen die berühmten Erdpyramiden.
Heute konzentrieren sich in den Talböden die Aktivitäten der Menschen: Städte, Dörfer und intensive landwirtschaftliche Nutzung prägen das Bild.

 

Dolomiten

Die über 3000 Meter hohen Gebirgsstöcke der Dolomiten haben sich aus Südseeriffen der Trias gebildet. Wegen des recht stabilen geologischen Sockels blieben die Großstrukturen insbesondere der westlichen Dolomiten von der Alpenfaltung weitgehend verschont. In weltweit einzigartiger Weise können hier fossile Riffgebilde nicht nur wissenschaftlich untersucht, sondern auch in ihrem unvergleichlichen landschaftlichen Reiz erlebt werden.

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