Analyse des Gefährdungsstatus der Moose in Südtirol

2026
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2027

Wissenschaftliche Grundlagen für die erste Rote Liste der Moose Südtirols und den Schutz einer besonders sensiblen Pflanzengruppe.

Moose – dazu gehören Laub-, Leber- und Hornmoose – zählen zu den ältesten Landpflanzen der Erde. Sie spielen eine zentrale Rolle in den Ökosystemen: sie speichern Wasser und Kohlenstoff, binden Nährstoffe und bieten Lebensraum. Moose sind äußerst sensible Bioindikatoren für Umweltveränderungen und sind besonders gefährdet einen unmittelbaren Rückgang zu erleiden. Gerade in alpinen Gebieten reagieren Moose besonders schnell auf Klimaveränderungen im Zusammenhang mit dem Rückzug der Gletscher.

 

Obwohl sie von großer ökologischer Bedeutung sind, gibt es für Südtirol bislang keine Rote Liste der gefährdeten Moose. Dieses Forschungsprojekt schließt diese Lücke: Auf Basis historischer und aktueller Sammlungen, neuer Feldforschungen und molekulargenetischer Analysen (DNA-barcoding) wird eine aktuelle Checkliste der Moose für der Provinz Bozen erstellt. Diese dient als Grundlage für die Ermittlung des Gefährdungsstatus der Arten nach den internationalen Kategorien und Kriterien der Roten Liste der IUCN.

 

 

Die Ergebnisse fließen in die erste Rote Liste der gefährdeten Moose Südtirols ein. Damit entsteht ein zentrales Instrument für den Naturschutz, das hilft gefährdete Arten und Lebensräume zu erkennen, Prioritäten für Schutzmaßnahmen zu setzen und den Wandel der Biodiversität langfristig zu überwachen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Eurac Research und weiteren Fachinstitutionen durchgeführt.

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