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Das Ende der spätpaläozoischen Eiszeit und seine Auswirkungen auf tropische Ökosysteme

Das Unterperm, eine Periode vor etwa 300 bis 273 Millionen Jahren, war Zeuge des dramatischen Endes der spätpaläozoischen Eiszeit. In dieser Übergangsphase änderte sich das globale Klima von Bedingungen mit ausgedehnten Gletscherkappen hin zu einer Warmzeit mit vollständigem Abwesenheit von Eis auf der Erde. Diese Veränderung ging mit erheblichen Schwankungen in der Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre einher, mit Spitzenwerten, die denen ähneln, die heute während der Klimaerwärmung gemessen werden. Die Tiere und Pflanzen, die diese terrestrischen Ökosysteme bewohnten, starben aus oder passten sich den neuen Klimabedingungen an. Pflanzen typisch für Sumpfgebiete wurden von Arten ersetzt, die in der Lage waren, lange Dürreperioden zu überstehen, während in der Tierwelt Reptilien allmählich die Amphibien ablösten.

 

Diese Phase globaler Erwärmung und ökologischer Veränderungen ist kaum wissenschaftlich erforscht, obgleich sie eine große Bedeutung für die geologische Geschichte unseres Planeten und faszinierende Parallelen zum aktuellen Klimawandel darstellt. Insbesondere das Fehlen einer detaillierten Zeitachse hindert uns daran, die Dauer und die auslösenden Faktoren dieser epochalen Klimawende vollständig zu verstehen.

 

In diesem Projekt wird eine internationale Gruppe von Geologen, Paläontologen und Geochemikern eine eingehende Untersuchung der Vulkan- und Sedimentgesteine des Unterperms durchführen, die in den italienischen Alpen und Voralpen erhalten sind. Diese Region beherbergt Sedimente, die reich an fossilen Pflanzen und Tieren sind und sich mit Lava, Asche und Tuffgestein alternieren, welche im Rahmen von zahlreichen, manchmal gigantischen Vulkanausbrüchen entstanden sind. Mit Hilfe von fortschrittlichster Datierungstechniken für Vulkangesteine werden Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich eine detaillierte Zeitachse für die verschiedenen Vulkanausbrüche erstellen, während die Forschergruppe des Naturmuseums Südtirol sich auf die Rekonstruktion der verschiedenen Ökosystemen im Laufe des Klimawandels konzentrieren wird.

 

Dieses interdisziplinäre Forschungsprojekt wird unser Verständnis für die geologischen und paläontologischen Besonderheiten des Alpenraums verbessern und ermöglicht es Parallelen zu den aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel und der Dynamik aktiver Vulkangebiete aufzeigen.

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