Das Museum ist auch am Ostermontag (1. April 2024) offen!

MycoPB – Bekämpfungsstrategien von Pilzbefall an Pflanzenfossilien

2023
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2024
Pilzbefall an Pflanzenfossilien im Naturmuseum: Schutz und Erhalt unseres kulturellen Erbes durch innovative Bekämpfungsstrategien

Pilze sind fadenförmige Organismen, die sich in einer erstaunlichen Vielfalt von Materialien entwickeln können. Sie verursachen Schäden an Museumsobjekten, indem sie weiße oder farbige Flecken auf der Materialoberfläche erzeugen. In kunst- und kulturhistorischen Sammlungen sind vor allem Objekte aus organischen Materialien gefährdet, da diese als Nahrungsquelle dienen. Pilze sind eine der Hauptursachen für Kontaminationen von Kulturgütern und können auf einer Vielzahl von Materialien wachsen.

 

Dieses Projekt befasst sich mit den Bekämpfungsstrategien von Pilzbefall an Pflanzenfossilien im Naturmuseum. Trotz der weit verbreiteten Präsenz von Schimmelpilzen in Museen und Sammlungen gibt es keine Literatur zum Thema Pilzbefall an Fossilien. Dabei kann Schimmelbefall schwerwiegende Folgen haben für Fossilien und Gesteine, die von mechanischen Schäden bis zu biochemischer Degradation und ästhetischen Beeinträchtigungen reichen. Besonders problematisch ist der Befall von porösen Materialien.

 

Im Jahr 2019 wurde im Naturmuseum bei einer Beprobung von organischen Materialien an Pflanzenfossilien ein Pilzbefall festgestellt. Dies führte zur Initiierung des Forschungsprojekts MycoPB, das Methoden zur Erkennung und Bekämpfung von Pilzbefall an Pflanzenfossilien entwickelt. Das Projekt hat das Ziel, wichtige Fragen zu beantworten, darunter: Welche Gesteinstypen und Fossilisationszustände sind anfällig für Pilzbefall? Wie reagieren Gesteine und Pflanzenfossilien auf traditionelle Methoden zur Bekämpfung des Pilzbefalls? Beeinflussen verschiedene Behandlungsmethoden die Pflanzenfossilien physisch und geochemisch? Können pilzbefallene Fossilien weiterhin für wissenschaftliche Analysen genutzt werden?

 

Das MycoPB-Forschungsprojekt wird von Experten auf dem Gebiet der Paläobotanik, Pilzforschung und Mikrobiologie durchgeführt. Ziel ist es, eine Methode zur Erkennung und Bekämpfung von Pilzbefall an Pflanzenfossilien zu entwickeln und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz des kulturellen Erbes zu leisten. Das Projekt hat eine Laufzeit von 14 Monaten und wird vom Forschungsfonds des Landesmuseums unterstützt.

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