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Paläobotanik in den Dolomiten.

2005
 - 
2027

Bedeutende Funde von Pflanzenfossilen haben der Paläobotanik in den Dolomiten einen neuen Aufschwung gegeben und sie weltweit berühmt gemacht.

Ein Teil des Materials, besonders aus der unteren und oberen Mitteltrias (Anis, Ladin – vor 242 bis 235 Millionen Jahren) wurde nunmehr bearbeitet und hat überraschende Einblicke in eine weitaus artenreichere Flora als ursprünglich angenommen ermöglicht.

 

Bis vor 50 Jahren galten die Dolomiten als weitgehend arm an Pflanzenfossilien. Vor allem lokale Fossiliensammler und universitäre Forschergruppen haben inzwischen bemerkenswerte Funde zutage gebracht und die Aufmerksamkeit international tätiger Paläobotaniker erregt.

 

Ein großer Teil der paläobotanischen Sammlungsobjekte, die den Zeitraum vom Perm bis in die höhere Trias abdecken, befindet sich inzwischen im Naturmuseum Südtirol, wo weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Die Bearbeitung des Materials  ermöglicht nicht nur einen Einblick in die Flora dieses Zeitraumes in den Dolomiten, sondern erlaubt es auch erstmals, genauere Rekonstruktionen der verschiedenen urzeitlichen Pflanzen zu erstellen und längst vergangene Landschaften nachzuformen.

 

Parallel zu den Pflanzenresten der Trias wird auch die Mikroflora (Pollen und Sporen) signifikanter mitteltriassischer Aufschlüsse bearbeitet. Dies dient nicht nur zur Verifizierung und Überarbeitung biostratigrafischer Zonen, die bereits in der Literatur anerkannt sind, sondern soll darüber hinaus Einblicke in die paläoklimatischen Bedingungen zur Zeit der Mittleren Trias ermöglichen.