Alpine Heuschreckenarten mit stark voneinander isolierten, kleinen Teilarealen.

2017
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2019

#nextgeneration#conservation# – Alpine Heuschrecken im Spannungsfeld von Isolation und Klimawandel

Das Naturmuseum Südtirol beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit der Erforschung der Heuschreckenfauna in Südtirol. Im Fokus des vorliegenden Forschungsprojektes stehen Heuschreckenarten, die infolge von natürlichen Phänomenen (eiszeitliche Vergletscherung) oder anthropogen Faktoren (Landnutzung) in ihrem Vorkommen stark fragmentiert und deshalb potentiell gefährdet sind. Alle Zielarten sind in Südtirol von großer naturschutzfachlicher Bedeutung, im Speziellen trägt das Land sogar eine besondere, internationale Verantwortung für den Erhalt der zwei Arten Anonconotus italoaustriacus (Endemit der Ostalpen) und Aeropedellus variegatus (arkto-alpine Art).

 

Mit Hilfe von hochauflösenden next-generation-gestützten DNA Sequenziermethoden sollen populationsgenetische Parameter erhoben werden die Rückschlüsse auf die Demographie sowie die Dynamik der Heuschreckenpopulationen erlauben. Die genetische Struktur, die Herkunft und die Verwandtschaftsbeziehungen einer Population sind eine wesentliche Grundlage für die naturschutzfachliche Beurteilung von Arten. Basierend auf diesen Informationen können auch entsprechende Managementmaßnahmen abgeleitet werden. Dieser Ansatz kann somit einen fundamentalen Beitrag für den Schutz und den Fortbestand bedrohter Populationen leisten.