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Permische Koniferen erzählen uns vom Klima und von Umweltveränderungen.

2018
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2018

Die Permzeit (vor 299–251 Millionen Jahren) war von erheblichen klimatischen Schwankungen geprägt. Aber wie konservieren Pflanzen diese Signale? Geochemische Analysen geben Aufschluss.

Das Naturmuseum Südtirol hat in Zusammenarbeit mit dem MUSE (Museum für Wissenschaft, Trient) in den letzten Jahren mehrere Studien zu paläobotanischen Sammlungen aus dem Perm durchgeführt, darunter die Funde aus Tregiovo (Provinz Trient; Kungurium, frühes Perm, 276–274 Millionen Jahre alt) und aus dem Bletterbach (Provinz Bozen; Wuchiapingium, spätes Perm, 256–254 Millionen Jahre alt).

 

Diese permischen Paläofloren zeichnen sich durch die Dominanz von Koniferen aus, welche damals die erfolgreichste Pflanzengruppe darstellten. Die multidisziplinäre Untersuchung dieser außergewöhnlichen und abwechslungsreichen Pflanzengruppe ermöglicht es uns, verschiedene Arten von Informationen zu erhalten. Das Hauptziel dieses Projekts ist die geochemische und morphologische Untersuchung der fossilen Koniferen des Perms in den Südalpen. Die erhaltenen Daten werden verwendet, um die blattmorphologischen Reichweiten der verschiedenen Koniferenarten zu definieren und präzise Rekonstruktionen der Paläoumwelt sowie detaillierte Informationen über die Paläoökologie dieser Pflanzen bereitzustellen. Der morphometrische Ansatz basiert auf der Messung einiger Blattparameter, um die dimensionalen Reichweiten der Blätter zu erhalten. Letzteres kann die taxonomischen Analysen unterstützen, falls epidermalen Merkmale mangels erhaltener Kutikel nicht bekannt sind. Darüber hinaus lieferte die geochemische Untersuchung des organischen Materials der Koniferen verschiedene Arten von Informationen, z.B. für paläoökologische und paläobotanische Interpretationen. Die morphometrische und geochemische Untersuchung der permischen Koniferen der Südalpen kann auf andere Pflanzengruppen übertragen und auf andere Zeiträume ausgedehnt werden und ist somit ein Beispiel und ein Modell für zukünftige Untersuchungen.

 

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