Ein Quallenbecken im Naturmuseum!

27. Dezember

Das Naturmuseum ist um eine Attraktion reicher: In der Dauerausstellung sind seit neuestem Quallen in einem speziellen Kreiselbecken zu sehen!

Bei den neuen Museumsbewohnern handelt es sich um einige Exemplare der sogenannten Gepunktete Wurzelmundquallen (Phyllorhiza punctata), die im Naturmuseum Südtirol gezüchtet wurden. “Sie haben eine schwache Nesseltätigkeit, leben in Symbiose mit mikroskopisch kleinen einzelligen Algen und ernähren sich von Plankton und den Produkten der Photosynthese ihrer symbiotischen Algen,” erklärt Massimo Morpurgo, Kurator für Aquarien im Museum.

 

Der Lebenszyklus dieser Tiere umfasst zwei Stadien: den Polyp und das Quallenstadium. Ausgewachsene Quallen bilden durch geschlechtliche Fortpflanzung eine Larve (Planulae). Diese setzen sich am Boden fest, wo sie sich zu einem festsitzenden Polypen entwickeln. Diese Polypen produzieren auf ungeschlechtlichem Wege kleine Quallen (Ephyren), die schnell wachsen und in wenigen Monaten erwachsen sind.

 

Hinter den Kulissen des Museums werden in speziellen Behältern diese winzige Polypen gezüchtet, die in regelmäßigen Abständen 2 bis 3 Millimeter große Ephyren produzieren.

 

 

Das Quallenfossil

In einer Vitrine neben dem Quallenbecken ist zudem das seltene Fossil einer kleinen Qualle zu sehen, das am Piz da Peres in der Nähe des Furkelpasses zwischen St. Vigil in Enneberg und Olang gefunden wurde: Vor etwa 243 Millionen Jahren, in der Mittleren Triaszeit, wurde die Qualle an einen tropischen Strand gespült und hinterließ dort ihren Abdruck. „Es handelt sich dabei um einen ganz außergewöhnlichen Fund,“ betont Herwig Prinoth, Konservator für Paläozoologie im Museum, „denn nur in den seltensten Fällen kann eine Qualle versteinern, da sie zu 98 Prozent aus Wasser besteht. Nur durch den sehr feinen Schlamm, in welchem die Qualle eingebettet wurde, konnte sich ihr Abdruck erhalten.“

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